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Wie werden Gebetszeiten berechnet? Astronomie und islamisches Recht

Wie werden Gebetszeiten berechnet? Astronomie und islamisches Recht

Wie werden Gebetszeiten berechnet?

Die fünf täglichen Gebete im Islam sind an präzise astronomische Ereignisse gebunden. Jede Gebetszeit entspricht einem bestimmten Winkel der Sonne unter oder über dem Horizont.

Die astronomische Grundlage

  • Fajr (Morgengebet) — Beginnt, wenn die Sonne 15°–18° unter dem Horizont steht. Dies ist die wahre Morgendämmerung.
  • Dhuhr (Mittagsgebet) — Kurz nachdem die Sonne ihren Zenit überschritten hat.
  • Asr (Nachmittagsgebet) — Wenn der Schatten eines Gegenstandes seine eigene Länge erreicht (Shafi'i) oder das Doppelte (Hanafi).
  • Maghrib (Abendgebet) — Bei vollständigem Sonnenuntergang.
  • Isha (Nachtgebet) — Wenn das rote Abendrot verschwunden ist, etwa bei 15°–17° unter dem Horizont.

Verrichte das Gebet beim Stand der Sonne bis zur Dunkelheit der Nacht und das Gebet beim Morgengrauen; denn das Gebet beim Morgengrauen ist bezeugt.

Sure Al-Isra 17:78

Die empfohlene Methode in Deutschland: Muslim World League

Für Muslime in Deutschland und Europa empfiehlt sich die Methode der Muslimischen Weltliga (MWL): 18° für Fajr und 17° für Isha.

Vergleichen Sie alle Berechnungsmethoden für Ihre Stadt mit dem Gebetszeiten-Rechner von Tuba.

Das Problem der hohen Breitengrade

Im Sommer kann es in Nordeuropa vorkommen, dass die astronomische Dämmerung nie vollständig eintritt. Islamische Gelehrte haben Lösungen entwickelt. Tuba passt die Berechnung automatisch an.

Hanafi vs. Shafi'i bei Asr

In Deutschland folgen viele Muslime dem hanafitischen Rechtsschulweg — was bedeutet, dass Asr etwa 30–60 Minuten später beginnt als nach der schafiitischen Berechnung.

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